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KPIs im Krankenhaus: Welche Kennzahlen wirklich weiterhelfen

Auch im Krankenhaus spielen klassische betriebswirtschaftliche Kennzahlen und KPIs wie Umsatz, Personal- und Sachkosten, EBITDA oder Gewinn eine wichtige Rolle. Entscheiden Sie doch häufig über Erfolg oder Misserfolg einer Klinik. Doch für den Klinikalltag greifen diese Zahlen allein zu kurz.

Der stationäre Gesundheitssektor befindet sich in einem regulierten Umfeld, Preise können nicht frei bestimmt werden, Umsätze werden durch die Budgets limitiert. Zudem gibt es wenige Felder, in denen Qualität und Standards so wichtig ist wie in der Medizin. Krankenhäuser stehen vor der besonderen Herausforderung, medizinische Qualität und wirtschaftliche Stabilität gleichzeitig sicherzustellen. Genau hier kommen spezifische KPIs ins Spiel, die beide Dimensionen verbinden.

Die Verweildauer: Eine Kennzahl mit doppelter Aussagekraft

Eine der aussagekräftigsten Kennzahlen im Krankenhaus ist die Verweildauer der Patienten. Ihre besondere Relevanz ergibt sich daraus, dass sie zwei Dimensionen abbildet, die im Gesundheitswesen untrennbar miteinander verbunden sind.

Zunächst ist die Verweildauer ein Indikator für medizinische Qualität. Für jede Erkrankung gepartmit einer Therapie existiert die mittlere Verweildauer. Sie legt fest wann der Patient durchschnittlich entlassen wird.

Liegt ein Haus unter diesem Wert, ist das ein starkes Zeichen für besonders gute Prozesse, effiziente Abläufe und eine hohe Behandlungsqualität. Ein konkretes Beispiel: Wird ein Patient nach einer Kniegelenks-OP im bundesweiten Durchschnitt nach acht Tagen entlassen, Ihr Krankenhaus erreicht aber sechs Tage, dann spricht das für hohe medizinische Expertise und klar strukturierte Abläufe.

Gleichzeitig hat die Verweildauer unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen. Da alle Krankenhäuser für denselben Eingriff die gleiche Vergütung erhalten, wirkt sich die Verweildauer direkt auf die Ressourcennutzung aus. Kürzere Aufenthalte bedeuten weniger Personalstunden, geringere Sachkosten und eine effizientere Auslastung – bei gleicher Vergütung. Damit gehört die Verweildauer zu den wenigen KPIs, die Qualität und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen abbilden.

Was macht KPIs für einzelne Abteilungen wirklich wertvoll?

Für die Steuerung einzelner Abteilungen – von der Pflege über Funktionsbereiche bis hin zum ärztlichen Dienst – eignen sich vor allem Kennzahlen, die operativ relevant und direkt beeinflussbar sind. Dazu gehören beispielsweise Prozesszeiten wie OP-Wechselzeiten oder Aufnahme- und Entlassprozesse, aber auch Termintreue, Planbarkeit, der Ressourceneinsatz pro Fall sowie Qualitätsergebnisse innerhalb der Behandlungswege.

Diese KPIs schaffen Transparenz über tägliche Routinen, zeigen konkrete Optimierungspotenziale auf und verbinden das Handeln der Teams unmittelbar mit den strategischen Zielen des Hauses. Sie ermöglichen es Führungskräften, fundierte Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig den Mitarbeitenden klare Orientierung zu geben.

Von Daten zu Taten: Wie Healthcare Partner unterstützt

Die eigentliche Herausforderung vieler Kliniken liegt weniger im Erkennen relevanter KPIs als in der konsequenten Umsetzung. Daten müssen strukturiert erhoben, richtig interpretiert und in handlungsleitende Maßnahmen überführt werden. Genau an dieser Schnittstelle setzt Healthcare Partner an.

Der Ansatz beginnt mit einer systematischen KPI-Analyse, die klärt, welche Kennzahlen für Ihr Haus wirklich relevant sind – medizinisch, operativ und wirtschaftlich. Durch gezieltes Benchmarking wird transparent, wo Ihr Krankenhaus im Vergleich zu ähnlichen Einrichtungen, Leistungsgruppen oder bundesweiten Durchschnittswerten steht.

Darauf aufbauend werden konkrete Optimierungsmaßnahmen abgeleitet, die unmittelbar auf Qualität, Verweildauer oder Ressourceneinsatz einzahlen. Besonders wichtig ist dabei die kontinuierliche Steuerung: Der Aufbau eines KPI-Monitorings gibt Führungskräften und Teams klare Orientierung und macht Veränderungen messbar.

Mit tiefem Branchenwissen, pragmatischer Herangehensweise und einem klaren Verständnis für die medizinischen Abläufe begleitet Healthcare Partner Kliniken dabei, die eigene Leistungsfähigkeit gezielt weiterzuentwickeln.

Fazit: Weniger ist mehr – solange es die richtigen KPIs sind

Krankenhäuser können aus einer Vielzahl von Kennzahlen wählen. Wirklich hilfreich ist jedoch nur ein konzentrierter KPI-Satz, der medizinische Leistung und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen abbildet. Die Verweildauer steht dabei im Zentrum, weil sie beide Dimensionen in einer einzigen Kennzahl vereint.

Mit einem klaren KPI-Modell und einem erfahrenen Partner wie Healthcare Partner an der Seite entsteht eine Steuerungslogik, die nicht nur Orientierung gibt und Potenziale sichtbar macht, sondern Kliniken vor allem befähigt, sich langfristig erfolgreich auszurichten. Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Zahlen zu erheben, sondern die richtigen Kennzahlen konsequent zu nutzen.

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